"I just don't know what to do with myself."

- Jack White (White Stripes) -

Für jeden von uns kann es im Leben zu Krisen kommen. Innerhalb dieser Krise gelangen wir häufig an einem Punkt, indem wir spüren, dass wir die anstehenden Herausforderungen nicht alleine bewältigen können. Wir befinden uns -gefühlt- wie in einem Labyrinth ohne Landkarte, oder im dichten Nebel ohne klare Umrisse sehen zu können.

In Krisenzeiten zweifeln wir stärker als sonst an unseren Fähigkeiten. Gefühle der Sinnlosigkeit und Ausweglosigkeit lähmen uns, die Beziehung zu uns selbst und zu anderen gestaltet sich schwierig, oder wir funktionieren tapfer weiter aber abgeschnitten von unseren eigentlichen Gefühlen. Manchmal entwickeln sich nicht organisch-bedingte körperliche Symptome als Ausdruck innerseelischen Konflikten. Kinder und Jugendliche werden in Krisenzeiten als „auffällig“ bezeichnet; dabei fühlen sie sich oft überfordert und verstrickt in einer äußeren konflikthaften Situation (familiär/ schulisch/ mit Freunden). Sie erleben tiefe Wachstumsprozesse, die sie emotional beunruhigen, verwirren und destabilisieren können.

Auch Herausforderungen spezifischer Lebensphasen (Einstieg ins Berufsleben, Gender Themen. vom Singlesein in eine Paarbeziehung, Mutter/Vatersein, Kinderkriegen, Trennungen, Menopause, Älterwerden, eigene Erkrankungen oder Pflege vom erkrankten Angehörigen,Todesfälle usw.) wirken oft verunsichernd bis krisenhaft.

Es ist meine Überzeugung und Erfahrung, dass jede Krise im Leben eine Einladung zum Innehalten und Neuorientieren ist. Sie ist kein gerngesehener Gast und doch der, der uns die Chance schenkt, mehr in Berührung mit unserem wahren Wesen zu kommen. Von diesem Ort aus, können wir anders im Leben stehen: klarer, in sich ruhender und in Verbindung.